Evidenz N° 2 PDF

Evidenz N° 2 PDF Artikel erläutert den philosophischen Begriff Evidenz. Evidenz bezeichnet das dem Augenschein nach unbezweifelbar Erkennbare oder die unmittelbare, mit besonderem Wahrheitsanspruch auftretende vollständige Einsicht.


Das Substantiv Evidenz ist abgeleitet vom Adjektiv evident, das im 18. Eine spezielle Ausdrucksweise kennt das österreichische Deutsch mit der Formulierung etwas in Evidenz halten im Sinne von etwas im Auge behalten. Der philosophische Begriff Evidenz darf nicht mit dem englischen Wort evidence verwechselt werden, das heute eher mit Beweis oder Beleg, im juristischen Bereich auch mit Zeugenaussage übersetzt wird. Eine weitere Abgrenzung betrifft den Begriff anekdotische Evidenz: Hierbei handelt es sich in der Regel nicht um eine mit wissenschaftlichen Mitteln erarbeitete Evidenz im philosophischen Sinne. Positionen, ob und in welchem Umfang und Kontext menschlicher Erkenntnis so bestimmte Evidenzen verfügbar sind.

In der Wissenschaftstheorie bezeichnet der Begriff Evidenz zumeist diejenigen empirischen Befunde, die Theorien bestätigen oder aufgrund derer Bestätigungsversuche scheitern. Position: Jede Erkenntnis beruht nach Epikur auf Wahrnehmungen. Jeder Begriff, den man von einem Gegenstand bildet, hat notwendig die Eigenschaft, dass er auch auf andere Gegenstände anwendbar ist. Insbesondere das Wissen um das Sein eines Gegenstandes zählt zu dieser Erkenntnisweise. Die intuitive Erkenntnis macht die Existenz eines Gegenstandes evident. Ohne intuitive Erkenntnis wüsste der Mensch nichts über sein Innenleben. Laut Scotus sind einige Methoden und Prozesse der Erkenntnis in ihrem Ursprung nicht zu beweisen.

Intentionalität des eigenen Handelns, zum Beispiel der künstlerische Akt oder der Willensakt. Ziel einer Begründung der wissenschaftlichen Erkenntnis im Zentrum. Gedanken von Descartes auf, präzisiert sie und integriert sie in Entwürfe einer komplexen Gesamttheorie. Auch für ihn gründet Evidenz nicht in der Empirie, sondern im Denken, und zwar in einer lichtvollen Gewissheit, die aus der Verbindung von Vorstellungen resultiere. Philosoph der Aufklärung hat Evidenz als apodiktische eine anschauende Gewissheit bestimmt. Diese sei nur in der Mathematik gegeben, weil ihre Beweise mittels intuitiv einsichtiger Axiome erfolgten. Vermittlungstheologe in seiner Dialektik, dass Wissen einhergehe mit einem Gefühl des Überzeugtseins, das Evidenzgefühl genannt werden könne.

Evidente Urteile entstehen durch Intuition und beschränken sich auf die innere Wahrnehmung und einfache Beziehungen zwischen Begriffen. Brentanos Schüler aus der Aktpsychologie schließlich die Phänomenologie. Evidenz ist in einem allerweitesten Sinne eine Erfahrung von Seiendem und So-Seiendem, eben ein Es-selbst-geistig-zu-Gesicht-Bekommen. Das subjektive Fürwahrhalten beinhaltet die Irrtumsmöglichkeit. Moore war ein Vertreter der Common-Sense-Philosophie. Katholiken glauben, daß Jesus nur eine menschliche Mutter hatte.

Und Andre könnten glauben, es gebe Menschen, die keine Eltern haben, und aller gegenteiligen Evidenz keinen Glauben schenken. Die Katholiken glauben auch, daß eine Oblate unter gewissen Umständen ihr Wesen gänzlich ändert, und zugleich, daß alle Evidenz das Gegenteil beweist. Anhänger des Naturalismus, entwickelte in seinem Essay Empiricism and the Philosophy of Mind eine Kritik an Voraussetzungen der Phänomenologie sowie der Analysen des Wissensbegriffs, der mit Sinnesdaten verknüpft ist. Evidenz jeweils den Gegenstand der Rechtfertigung darstellen. Hugo Bergmann: Untersuchungen zum Problem der Evidenz der inneren Wahrnehmung.